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Bienen im September einfüttern: Wintervorrat prüfen und Räuberei vermeiden Apisfarm Imkerei

Bienen im September einfüttern: Wintervorrat prüfen und Räuberei vermeiden

Sep 14, 2026

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Apisfarm

September ist für Imker ein entscheidender Übergangsmonat: Die Tracht wird knapp, die Völker bereiten sich auf die Winterruhe vor und die langlebigen Winterbienen übernehmen zunehmend eine Schlüsselrolle. Jetzt sollte der Wintervorrat kontrolliert und die Einfütterung – soweit noch nötig – zügig abgeschlossen werden. Gleichzeitig steigt bei Trachtmangel die Gefahr von Räuberei.

Warum die Einfütterung im September so wichtig ist

Nach der Spättracht sinkt das natürliche Nahrungsangebot deutlich. Das Bienenvolk reduziert seine Aktivität und die Königin fährt die Eiablage zurück. Für die Überwinterung braucht das Volk jedoch ausreichend erreichbare Futterreserven. Deshalb gehört die Vorratskontrolle zu den wichtigsten Arbeiten der Spätsommerpflege.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ordnet die Spätsommerpflege in den Zeitraum von Mitte Juli bis September ein und nennt die Vorratsschätzung und Fütterung ausdrücklich als zentrale Maßnahmen. Im September sollte die Einfütterung grundsätzlich abgeschlossen werden.

Wintervorrat nicht schätzen – kontrollieren

Ein Blick von oben reicht nicht aus, um die Futterversorgung zuverlässig einzuschätzen. Je nach Betriebsweise können Imker das Gesamtgewicht über eine Stockwaage, durch Anheben der Beute oder durch eine gezielte Kontrolle der Futterwaben beurteilen. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtmenge: Das Futter muss für die Wintertraube später auch erreichbar sein.

Wie viel Winterfutter ein Volk benötigt, hängt unter anderem von Beutensystem, Volksstärke, Standort, Klima und vorhandenen Vorräten ab. Starre Kilogramm-Angaben ohne diese Faktoren sind deshalb wenig sinnvoll. Wer unsicher ist, sollte die Empfehlungen des regional zuständigen Bieneninstituts oder der Fachberatung für die eigene Betriebsweise heranziehen.

Räuberei vermeiden: Im September besonders aufmerksam sein

Wenn kaum noch Nektar eingetragen wird, suchen Bienen intensiver nach Futterquellen. Starke Völker können dabei schwächere Einheiten ausräubern. Deshalb sollte beim Füttern sauber gearbeitet werden: Kein Futter verschütten, keine offenen Futterwaben unnötig am Stand stehen lassen und Eingriffe möglichst kurz halten.

Bei schwächeren Völkern kann ein angepasstes, kleineres Flugloch die Verteidigung erleichtern. Auffällig hektischer Flugverkehr, kämpfende Bienen am Flugloch oder Bienen, die gezielt in Ritzen nach Zugang suchen, sollten ernst genommen werden.

Schwache Völker kritisch beurteilen

Der Herbst ist nicht der Zeitpunkt, jedes kleine Volk um jeden Preis durch den Winter bringen zu wollen. Volksstärke, Königin, Futterversorgung und Gesundheitszustand gehören gemeinsam beurteilt. Schwache, aber gesunde Einheiten können je nach Situation vereinigt werden. Krankheitsverdächtige Völker dürfen dagegen nicht einfach mit gesunden Völkern zusammengelegt werden.

Fütterung und Varroamanagement gehören zusammen

Ein voller Futtervorrat allein garantiert keine erfolgreiche Überwinterung. Parallel bleibt die Varroakontrolle entscheidend. Nach der Sommerbehandlung sollte der Behandlungserfolg überprüft werden, weil der Befallsdruck durch Reinvasion erneut steigen kann. Dazu passt unser Apisfarm-Beitrag „Varroa im September: Jetzt Behandlungserfolg prüfen und Winterbienen schützen“.

Imkereibedarf rechtzeitig für Herbst und Winter vorbereiten

Jetzt lohnt es sich außerdem, Futtergeschirr, Bodeneinlagen, Beutenteile und weiteres Imkereimaterial zu reinigen, zu kontrollieren und für die nächsten Arbeitsschritte bereitzulegen. Bei Apisfarm verbinden wir praktische Imkereierfahrung mit ausgewähltem Imkereibedarf und Wissen aus dem Bienenjahr. Im Apisfarm-Shop finden Imker passende Produkte und weitere Angebote rund um Bienen, Honig und Imkerei.

September-Check am Bienenstand

Vor dem Übergang in die ruhigere Herbstphase sollten Imker besonders vier Punkte im Blick behalten: ausreichende und erreichbare Futterreserven, eine zur Volksstärke passende Beute und Fluglochgröße, den aktuellen Varroabefall sowie den Zustand von Königin und Volk. Danach gilt zunehmend: unnötige Störungen vermeiden und den Wintersitz in Ruhe entstehen lassen.

Fazit: Eine sorgfältige Futterkontrolle im September ist keine Nebensache. Wer Wintervorrat, Räubereirisiko, Volksstärke und Varroasituation gemeinsam betrachtet, schafft gute Voraussetzungen für die Überwinterung – und startet mit besser vorbereiteten Völkern in die nächste Saison.

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